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Rob Madna (1931-2003)

Tolé Johannes Hendricus “Rob” Madna wurde in Den Haag als Sohn eines indonesischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Schon in jungen Jahren begann er Gitarre zu spielen, später wechselte er zum Klavier. Madna war Autodidakt, und er lernte spielen indem er Platten hörte, die er zufällig zu Hause fand: Musik von Teddy Wilson und Ella Fitzgerald und eine Aufnahme von George Gershwins Porgy and Bess. Als Teenager hörte Rob mit Ack und Jerry van Rooijen, zwei Freunden aus der Nachbarschaft, so oft wie möglich Jazz- und Tanzorchester, zum Beispiel die Ramblers. Nach dem Krieg kam er mit der neuen Musik aus Amerika in Berührung, dem Bebop, der für seine weitere Entwicklung von großer Bedeutung sein sollte.

Madna entwickelte sich schnell, und schon ab seinem sechzehnten Lebensjahr spielte er vor Publikum und vertrat regelmäßig seinen Landsmann Rob Pronk. Parallel zur Leidenschaft für die Musik entwickelte Madna eine Faszination für die Mathematik. Er entschied sich, letzteres zu studieren, da ihn das Leben eines Berufsmusikers nicht genügend reizte. Aufgrund seines, nach eigenen Worten, “asiatischen” Vermögens zur Relativierung, blieb er sein ganzes Leben fern von Egotrips, und so sollte sich ein großer Teil seines musikalischen Lebens, den Augen des großen Publikums entziehen. Madna spielte mit diversen Combos und regelmäßig bei vielen namhaften Orchestern, darunter die Skymasters und das Metropole Orchestra.

Neben seiner Lehrtätigkeit, erst als Mathematiklehrer und später als Konrektor, blieb Madna aktiver Musiker. Noch immer großteils autodidaktisch lernte er Arrangieren, Komponieren und Trompete spielen. Er verfolgte weiterhin die neuen Entwicklungen des Jazz und vertiefte sich unter anderem in die Musik von Miles Davis, Lennie Tristano, John Coltrane, Herbie Hancock, Wayne Shorter, Keith Jarrett und Horace Silver. Bei Madna führte die Vielzahl von Einflüssen zu einem einzigartigen pianistischen Stil, kennzeichnend durch große rhythmische Feinheit und einen außergewöhnlichen harmonischen Reichtum.

Als Komponist und Arrangeur ließ er sich von Count Basie, Oliver Nelson und dem Thad Jones-Mel Lewis Jazz Orchestra inspirieren. Sein musikalischer Ruf war so gut, dass Thad Jones ihn bat, in seinem Orchester zu spielen. Madna lehnte das Angebot ab, seine Verpflichtungen als Lehrer hatten Vorrang. Auch die Position als Thad Jones Arrangeur schlug er aus, da er sich als nicht originell genug erachtete, um dem Klang des Thad Jones-Mel Lewis Jazz Orchestra etwas hinzufügen zu können. Jones, der nur mit den Besten arbeitete, bestritt dieses, doch Madna ließ sich nicht überzeugen.

Madna spielte mit verschieden amerikanischen Größen, darunter die Trompeter Freddie Hubbard, Art Farmer und Quincy Jones, die Saxophonisten Phil Woods, Dexter Gordon, Lucky Thompson und Don Byas und der Ventilposaunist Bob Brookmeyer. Auch in den Niederlanden war er gern gesehen und spielte unter anderem mit Piet Noordijk, Ack van Rooijen, Ferdinand Povel und Ann Burton.

Für Madnas Tätigkeit als Musiker hatte das Arrangieren und Komponieren für Bigband einen hohen Stellenwert. Er hat eine große Anzahl von Werken von hoher Qualität hinterlassen. Bedingt durch verschiedene Umstände wurden die meisten dieser Arbeiten wenig oder gar nicht zur Kenntnis genommen.

© Dutch Jazz Orchestra

Rob Madna - Dutch Jazz Orchestra CDs

Vielen Dank an Astrid en Arthur Madna,

Harm Mobach,

Wim Minnaar,

Hans Bel,

Embert-Jan Messelink  and

the Netherlands Jazz Archive (NJA).

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